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Logo Wortmarke Signet

Logo, Wortmarke, Signet – was ist was?

Ein Logo ist nicht einfach irgendein Zeichen. Begriffe wie Wortmarke, Bildzeichen oder Signet werden oft gleichgesetzt – bedeuten aber nicht dasselbe. In diesem Beitrag erfährst du, was ein Signet wirklich ist, welche Zeichen als Logo gelten und warum ein Bildzeichen allein offiziell kein Logo ist. Eine klare Einordnung der wichtigsten Begriffe rund um Markenzeichen – verständlich erklärt und praxisnah eingeordnet.

Warum Begriffe rund um Logos so oft verwechselt werden

Logo, Signet, Wortmarke, Bildmarke – diese Begriffe tauchen oft im gleichen Satz auf. Im Alltag werden sie meist austauschbar verwendet, auch in Gesprächen mit Designer:innen, Agenturen oder Druckereien. Das führt schnell zu Missverständnissen.


Viele sagen «Logo», meinen aber eigentlich ein Zeichen, einen Schriftzug oder ein Symbol, das sie aus dem Alltag kennen. In der Praxis spielt das oft keine Rolle – zumindest so lange, bis es konkret wird. Wenn ein Logo gestaltet, angepasst oder weiterverwendet werden soll, wird plötzlich relevant, woraus dieses Zeichen eigentlich besteht.


Genau hier beginnt die Verwirrung. Denn nicht jedes Zeichen ist automatisch ein Logo. Und nicht alles, was man im Alltag als Logo bezeichnet, ist aus gestalterischer Sicht auch eines. Die Fachbegriffe helfen dabei, diese Unterschiede klar zu benennen und besser zu verstehen, worüber man spricht.


Der Ausgangspunkt dafür ist ein Begriff, der selten genannt wird, aber vieles zusammenhält: das Signet.



Was ist ein Signet?

Der Begriff Signet stammt vom lateinischen signum und bedeutet schlicht: Zeichen. In der Gestaltung ist das Signet der übergeordnete Begriff für visuelle Kennzeichen. 


Ein Signet kann aus ganz unterschiedlichen Zeichen bestehen. Dazu gehören Wortzeichen, Wortmarken, Bildzeichen, Buchstabenzeichen, Zahlzeichen sowie Kombinationen aus mehreren dieser Elemente. Auch Logos gehören zu dieser Gruppe.


Damit wird klar, warum der Begriff im Alltag selten verwendet wird. Er ist weniger geläufig als «Logo», aber fachlich präziser. Während «Logo» meist ein konkretes Erscheinungsbild beschreibt, fasst «Signet» verschiedene Zeichenarten unter einem gemeinsamen Begriff zusammen.


Ein wichtiges Detail: Jedes Logo ist ein Signet. Aber nicht jedes Signet ist ein Logo.



Wortzeichen und Wortmarke: Wenn der Name das Logo ist

Ein Wortzeichen – oft auch Wortmarke genannt – besteht ausschliesslich aus dem Namen oder einer Kurzbezeichnung eines Unternehmens. Es ist ein Logo, das allein über Schrift funktioniert, ohne zusätzliche Bildsymbole.


Die verwendete Schrift kann dabei individuell gestaltet sein. Buchstaben dürfen angepasst, vereinfacht oder leicht verändert werden, um einen eigenen Charakter zu erhalten. Wichtig ist dabei, dass der Name lesbar bleibt und nicht zu abstrakt wird.


Wortzeichen eignen sich besonders für Marken, deren Name klar, prägnant und gut merkbar ist. Sie setzen auf Wiedererkennung durch Typografie – nicht durch Bildsymbolik.


Illustration mit drei erfundenen Wortmarken, die ausschliesslich aus typografisch gestalteten Namen bestehen.


Bildzeichen und Bildmarke: Stark, aber kein Logo für sich

Ein Bildzeichen – oft auch Bildmarke genannt – besteht aus einem rein bildhaften Element. Es zeigt ein Symbol, eine Form oder ein grafisches Zeichen, ohne Text oder Buchstaben.


Ein solches Bildzeichen ist für sich allein kein Logo. Es enthält weder alphabetische noch numerische Zeichen und erfüllt damit die formale Definition eines Logos nicht. Trotzdem kann es eine starke visuelle Wirkung haben.


Bei sehr bekannten Marken reicht ein Bildzeichen oft zur Wiedererkennung aus. Es steht dann stellvertretend für die Marke, auch ohne Namen. In der Gestaltungspraxis wird es jedoch meist in Kombination mit einem Logo eingesetzt.


Illustration mit drei erfundenen Bildzeichen, dargestellt als rein grafische Symbole ohne Schrift oder Zahlen.


Buchstabenzeichen und Zahlzeichen: Reduktion auf das Wesentliche

Buchstabenzeichen bestehen aus einzelnen Buchstaben, meist aus Initialen. Sie sind Logos, enthalten jedoch nur wenig inhaltliche Information. Beispiele dafür sind Marken oder Institutionen, die über Abkürzungen auftreten.


Auch Zahlzeichen gelten als Logos. Sie bestehen ausschliesslich aus Zahlen und werden häufig im Medien- oder Senderbereich eingesetzt. Wie bei Buchstabenzeichen ist der Informationsgehalt gering, die Wiedererkennbarkeit steht im Vordergrund.


Beide Formen setzen auf starke Vereinfachung. Sie funktionieren besonders dann gut, wenn der Name der Marke bekannt ist oder im Kontext klar wird.


Illustration mit zwei erfundenen Buchstabenzeichen und einem Zahlzeichen als reduzierte Logoformen.


Kombinierte Zeichen: Wenn mehrere Elemente zusammenkommen

Kombinierte Zeichen verbinden verschiedene Zeichenarten miteinander. Häufig handelt es sich um eine Kombination aus Schrift und bildhafter Symbolik, etwa aus einem Wortzeichen und einem Bildzeichen.


Diese Form ist besonders vielseitig. Sie kann Informationen transportieren und gleichzeitig visuell prägnant sein. Je nach Anwendung lassen sich die einzelnen Elemente gemeinsam oder getrennt einsetzen.


Kombinierte Zeichen gehören zu den am häufigsten verwendeten Logoformen, da sie flexibel sind und sich gut an unterschiedliche Medien anpassen lassen.


Illustration mit zwei kombinierten Zeichen, die Schrift und bildhafte Elemente miteinander verbinden.


Die zentrale Regel: Wann ein Zeichen offiziell ein Logo ist

Ein Zeichen gilt dann als Logo, wenn es alphabetische oder numerische Elemente enthält. Buchstaben oder Zahlen sind Voraussetzung dafür, dass ein Zeichen formell als Logo eingeordnet werden kann.


Genau hier liegt der Unterschied zu Bildzeichen. So stark und bekannt sie auch sein mögen: Ein rein bildhaftes Zeichen ist für sich allein kein Logo, sondern ein Signet. Erst in Kombination mit Schrift oder Zahlen entsteht ein Logo im gestalterischen Sinn.


Diese Regel wirkt auf den ersten Blick streng, hilft aber dabei, Begriffe sauber zu trennen und Missverständnisse zu vermeiden – besonders in der Planung, Gestaltung und Weiterverwendung von Markenzeichen.





FAQ


Ist ein Signet das Gleiche wie ein Logo?

Nein. Ein Signet ist der übergeordnete Begriff, Logos sind eine Unterform davon.


Warum ist ein Bildzeichen allein kein Logo?

Weil ein Logo alphabetische oder numerische Zeichen enthalten muss.


Was ist der Unterschied zwischen Wortmarke und Wortzeichen?

Es ist derselbe Typ von Zeichen, die Begriffe werden gleichbedeutend verwendet.


Braucht jedes Logo zwingend einen Schriftzug?

Ja. Ein Logo enthält immer Buchstaben oder Zahlen.


Welche Zeichenform eignet sich am besten für ein neues Unternehmen?

Das hängt vom Namen, der Zielgruppe und den geplanten Anwendungen ab.





Fazit

Begriffe wie Logo, Wortmarke oder Signet werden im Alltag oft gleich verwendet. Für die Gestaltung macht es jedoch einen Unterschied, woraus ein Zeichen besteht und wie es eingeordnet wird.


Ob Schrift, Buchstaben, Zahlen oder eine Kombination daraus: Die Art des Zeichens beeinflusst, wie flexibel ein Logo eingesetzt werden kann und wie klar es kommuniziert. Wer diese Unterschiede kennt, kann fundiertere Entscheidungen treffen – in der Gestaltung wie auch in der Zusammenarbeit.


Ein Logo ist mehr als ein Bild. Und ein Signet mehr als ein Name. Wer die Begriffe versteht, versteht auch das Zeichen dahinter.

Ein Zeichen mit Struktur. Wir denken mit.

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