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Ruiniere deine Webseite

So ruinierst du deine Website in 5 einfachen Schritten

Viele Websites scheitern nicht an Technik oder Budget, sondern an grundlegenden Entscheidungen. Sie versuchen, allen zu gefallen, sind überladen, unklar oder verlieren den Fokus. In diesem Artikel zeigen wir dir 5 typische Fehler, die Websites «ruinieren». Und genau darin liegt der Mehrwert: Wer diese Fehler erkennt, kann sie vermeiden und seine Website deutlich klarer, wirksamer und verständlicher gestalten.

1. Ignoriere deine Zielgruppe


Der einfachste Weg, deine Website zu ruinieren? Versuche, es allen recht zu machen.

Schreib Texte, die möglichst neutral sind. Wähle ein Design, das «für jeden passt». Und vermeide klare Aussagen – könnte ja jemanden abschrecken.


Auf den ersten Blick wirkt das sinnvoll. Niemand soll sich ausgeschlossen fühlen. Alle sollen sich angesprochen fühlen.


Das Problem: Genau das funktioniert nicht.


Denn wenn du versuchst, alle anzusprechen, fühlt sich am Ende niemand wirklich gemeint. Deine Website wird austauschbar. Beliebig. Vergessbar.


Menschen suchen keine Website, die «okay für alle» ist. Sie suchen etwas, das sich richtig anfühlt. Etwas, das ihre Situation versteht.


Und genau das passiert nur, wenn du dich entscheidest:

  • Wen willst du erreichen?

  • Wen bewusst nicht?


Eine gute Website hat eine klare Haltung.Sie spricht eine Sprache. Sie zeigt: «Das hier ist für dich.» Und für alle anderen? Eben nicht.


Das mag sich im ersten Moment riskant anfühlen. In Wahrheit ist es genau das Gegenteil.

Klarheit schafft Vertrauen. Und Vertrauen ist der Anfang von jeder guten Entscheidung.

Viele Websites scheitern nicht, weil sie zu speziell sind. Sondern weil sie es nicht sind.

Reality-Check: So entstehen viele Websites – nicht aus Absicht, sondern aus Unsicherheit. Man will nichts falsch machen. Und macht genau dadurch alles beliebig.




2. Mach alles so kompliziert wie möglich


Wenn du deine Website wirklich ruinieren willst, dann mach sie kompliziert.

Pack möglichst viele Menüpunkte rein. Verschachtle Inhalte. Lass deine Besucher suchen, klicken, zurückgehen – und nochmal von vorne anfangen.


Je mehr Wege es gibt, desto besser. Oder?

Nicht ganz.


Denn Menschen wollen nicht nachdenken, wenn sie eine Website besuchen. Sie wollen verstehen. Sofort.


Was wird hier angeboten? Ist das relevant für mich? Was soll ich als Nächstes tun?

Wenn diese Fragen nicht innerhalb von wenigen Sekunden beantwortet werden, passiert etwas ganz Einfaches: Sie gehen wieder.


Komplexität wirkt oft wie Professionalität. Viele Inhalte, viele Seiten, viele Optionen.

In Wahrheit ist es genau umgekehrt.


Klarheit ist das, was Vertrauen schafft. Eine gute Website führt. Sie überfordert nicht.

Das bedeutet nicht, dass du weniger zu sagen hast. Es bedeutet, dass du besser entscheidest, was wann sichtbar ist.

  • Eine klare Startseite

  • Eine einfache Navigation

  • Ein roter Faden durch den Inhalt


Weniger Struktur ist nicht weniger Inhalt. Es ist bessere Kommunikation.

Oder anders gesagt:

Wenn man sich auf deiner Website verlaufen kann, wird man es tun.

Reality-Check: Viele Websites werden mit jeder Erweiterung ein bisschen komplizierter. Neue Seite hier, neuer Punkt dort – ohne je zu hinterfragen, ob es wirklich einfacher geworden ist.




3. Nutze 7 verschiedene Farben und 5 Schriften


Wenn du willst, dass deine Website unruhig wirkt, dann übertreib es mit Design.

Nimm mehrere Farben. Am besten solche, die nicht wirklich zusammengehören. Dazu verschiedene Schriftarten – für mehr «Abwechslung».


Jede Seite darf sich ruhig ein bisschen anders anfühlen. Sonst wird es ja langweilig.

Das Problem: Visuelle Vielfalt ist nicht gleich gutes Design.


Zu viele Farben und Schriften sorgen nicht für Spannung, sondern für Chaos. Die Website wirkt unklar, unruhig – und vor allem: nicht vertrauenswürdig.


Denn Design ist nicht Dekoration. Es ist Kommunikation. Farben geben Orientierung. Schriften schaffen Struktur. Wiederholung erzeugt Vertrauen. Wenn alles unterschiedlich ist, fehlt genau das.


Gute Websites arbeiten bewusst reduziert:

  • 1–2 Hauptfarben

  • klare, wiederkehrende Farbwelt

  • maximal 2 Schriftarten

  • konsistente Gestaltung über alle Seiten hinweg


Nicht, weil man sich einschränken will. Sondern weil Klarheit stärker wirkt als Vielfalt.

Oder anders gesagt:

Eine starke Gestaltung erkennt man nicht daran, wie viel sie zeigt. Sondern daran, was sie bewusst weglässt.

Reality-Check: Viele Websites entstehen ohne klares Designsystem. Man entscheidet von Seite zu Seite – und verliert dabei nach und nach die visuelle Linie.




4. Verstecke den Kontakt so gut du kannst


Du hast eine Website? Dann sorge dafür, dass dich niemand erreicht.

Verstecke deine Kontaktmöglichkeiten nur im Footer. Oder noch besser: auf einer Unterseite, die man erst nach ein paar Klicks findet.


Ein Formular ohne klare Aufforderung funktioniert auch gut. Oder eine E-Mail-Adresse irgendwo im Fliesstext. Wer wirklich interessiert ist, wird sich schon die Mühe machen. Oder? Nicht wirklich.


Menschen handeln selten aus Geduld. Sie handeln aus Klarheit. Wenn jemand auf deiner Website ist und Interesse hat, gibt es einen entscheidenden Moment: Die Frage «Wie geht es jetzt weiter?» Wenn du diese Frage nicht beantwortest, passiert nichts.


Eine gute Website nimmt den Besucher an die Hand. Sie zeigt klar:

  • Was ist der nächste Schritt?

  • Wo kann ich mich melden?

  • Wie einfach ist es, Kontakt aufzunehmen?


Kontakt ist kein Nebengedanke. Er ist das Ziel.

Ob Anfrage, Termin oder Kauf – ohne klare Handlung passiert nichts. Und genau deshalb muss dieser Schritt sichtbar sein. Nicht versteckt. Nicht kompliziert. Sondern selbstverständlich.


Oder anders gesagt:

Wenn man dich suchen muss, wirst du oft nicht gefunden.

Reality-Check: Viele Websites verlieren genau an diesem Punkt ihre Wirkung. Interesse ist da – aber der nächste Schritt ist unklar oder zu versteckt.




5. Schreib Texte für dich selbst, nicht für deine Besucher


Wenn du deine Website wirklich ruinieren willst, dann schreib über dich.

Erzähl, wie lange es dich schon gibt. Welche Leistungen du anbietest. Was dir wichtig ist.

Und formuliere alles so, wie du es selbst sagen würdest.


Das klingt erstmal logisch. Schliesslich geht es ja um dein Angebot.

Das Problem: Deine Besucher interessiert zuerst etwas anderes.


Nicht: «Wer bist du?», Sondern: «Was habe ich davon?»


Menschen kommen mit einer Situation auf deine Website. Mit einer Frage. Mit einem Bedürfnis. Mit einem Problem. Und sie suchen nach einer Antwort.

Wenn sie stattdessen auf lange, allgemeine Texte treffen, passiert etwas ganz Einfaches: Sie springen ab.


Gute Texte drehen die Perspektive.

Sie sprechen nicht nur über dich. Sie sprechen für den Leser.

  • Welche Situation kennt er?

  • Was möchte er erreichen?

  • Wie kannst du konkret helfen?


Erst danach wird relevant, wer du bist.

Das bedeutet nicht, dass deine Geschichte unwichtig ist. Aber sie steht nicht am Anfang.

Oder anders gesagt:

Deine Website ist kein Lebenslauf. Sie ist eine Antwort.

Reality-Check: Viele Websites entstehen aus der eigenen Sicht heraus. Man schreibt, was man sagen möchte – nicht das, was jemand hören muss.




Fazit


Wenn du diese 5 Schritte befolgst, hast du gute Chancen, deine Website zuverlässig zu ruinieren. Die gute Nachricht: Genau darin liegt die Lösung.


Denn die meisten Probleme entstehen nicht durch fehlendes Budget oder komplizierte Technik. Sondern durch kleine Entscheidungen, die sich summieren.

  • unklare Zielgruppe

  • zu viel Komplexität

  • inkonsistentes Design

  • fehlende Führung

  • Texte ohne Bezug zum Leser


Jeder einzelne Punkt wirkt für sich harmlos. Zusammen machen sie den Unterschied zwischen einer Website, die «da ist» – und einer, die funktioniert. Und genau deshalb lohnt es sich, hinzuschauen.


Nicht alles auf einmal neu machen. Sondern verstehen, was gerade nicht klar ist. Oft reicht es, ein paar Dinge zu reduzieren, zu schärfen, neu zu ordnen. Nicht mehr. Sondern besser.

Oder anders gesagt: Gute Websites entstehen nicht durch mehr. Sondern durch Klarheit.


Lass uns deine Website gemeinsam klarer machen.

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