top of page

/

Schriftformate

Schriftformate erklärt: OTF, TTF, WOFF und WOFF2 im Vergleich

Schriften gibt es in unterschiedlichen Formaten, und jedes davon erfüllt einen eigenen Zweck. OTF und TTF sind klassische Desktop-Schriften für Print und Gestaltung, während WOFF und WOFF2 speziell für das Web entwickelt wurden: kleiner, schneller und optimiert für Ladezeiten. In diesem Artikel erfährst du, wie sich diese Formate unterscheiden, welche Vorteile sie bieten und welches Schriftformat du in der Praxis wofür einsetzen solltest.

Was sind Schriftformate?

Schriftformate sind digitale Behälter, in denen eine Schrift gespeichert wird – mit allen Zeichen, Abständen und typografischen Informationen, die sie braucht, um korrekt dargestellt zu werden. Jede Datei definiert, wie ein Buchstabe aufgebaut ist und wie er sich in unterschiedlichen Grössen verhält.


Dass es verschiedene Formate gibt, liegt an ihren Einsatzgebieten. Einige wurden für den Desktop entwickelt, andere für Websites. Manche Formate bieten erweiterte Funktionen für Gestaltung und Print, andere sind darauf ausgelegt, möglichst klein und effizient zu sein. Die Wahl des Formats entscheidet damit weniger über das Aussehen einer Schrift, sondern darüber, wie gut sie in der jeweiligen Umgebung funktioniert.


Illustration eines Ordners, aus dem zahlreiche Zeichen und Glyphen herausfliegen – als Darstellung dafür, dass Schriftdateien alle Buchstaben und typografischen Informationen enthalten.


Die wichtigsten Formate – OTF, TTF, WOFF, WOFF2


OTF (OpenType Font)

OTF ist ein modernes Format, das viele typografische Feinheiten unterstützt – von Ligaturen bis zu alternativen Zeichenformen. Es eignet sich besonders für Gestaltung und Print, weil es präzise arbeitet und weit verbreitet ist.


TTF (TrueType Font)

TTF ist ein älteres, sehr kompatibles Format. Es bietet weniger erweiterte Funktionen als OTF, funktioniert aber zuverlässig in vielen Systemen. Viele Standardschriften liegen bis heute als TTF vor.


WOFF (Web Open Font Format)

WOFF ist ein speziell fürs Web entwickeltes Format. Es basiert auf einer OTF- oder TTF-Datei, wird aber komprimiert ausgeliefert, damit Websites schneller laden. WOFF ist der solide Standard für Webfonts.


WOFF2

WOFF2 ist die optimierte Weiterentwicklung von WOFF. Es bietet die kleinsten Dateigrössen und die beste Performance im Web. Moderne Websites setzen heute fast ausschliesslich auf WOFF2.



Ein Schriftformat ist unscheinbar – und oft gerade deshalb entscheidend.


Wie unterscheiden sich die Formate?

Die zentralen Unterschiede zwischen Schriftformaten liegen in Funktionalität, Kompatibilität und Effizienz. 


OTF und TTF unterscheiden sich hauptsächlich durch ihren Funktionsumfang. OTF unterstützt erweiterte typografische Features, während TTF stärker auf einfache, stabile Darstellung ausgelegt ist.


WOFF und WOFF2 unterscheiden sich dagegen weniger im typografischen Verhalten als in der Art, wie sie ausgeliefert werden. Beide werden komprimiert und speziell fürs Web optimiert. WOFF2 ist dabei effizienter und erreicht kleinere Dateigrössen, was Ladezeiten verkürzt.


Damit lässt sich der Unterschied knapp zusammenfassen:

OTF und TTF sind Desktopformate mit unterschiedlicher Funktionsbreite – WOFF und WOFF2 sind Webformate mit unterschiedlicher Effizienz.


Illustration von vier Dateisymbolen mit den Bezeichnungen OTF, TTF, WOFF und WOFF2. Unter OTF und TTF steht ‹Funktion›, unter WOFF und WOFF2 ‹Performance› – als visueller Vergleich der Einsatzzwecke der Formate.


Welches Format nutzt du wofür?

Schriften erfüllen je nach Medium unterschiedliche Anforderungen. Für Gestaltung, Layout und Print braucht es Formate, die typografische Details sauber wiedergeben. Hier sind OTF und – etwas einfacher – TTF die richtige Wahl. Sie lassen sich installieren, in Designprogrammen präzise steuern und bieten eine stabile Grundlage für Druckprodukte.


Im Web stehen andere Faktoren im Vordergrund: Ladezeit, Kompatibilität und Performance. Hier sind WOFF und vor allem WOFF2 ideal, weil sie die Schrift klein und schnell ausliefern. WOFF2 ist dabei der empfohlene Standard, WOFF dient als Ergänzung für ältere Browser.


Für die Praxis heisst das:

  • Print und Layout: OTF (oder TTF)

  • Web: WOFF2 als Standard, WOFF als Ergänzung

  • Markenauftritt: OTF, weil es alle typografischen Funktionen mitbringt


So stellst du sicher, dass eine Schrift in allen Medien sauber wirkt – und gleichzeitig technisch optimal läuft.



Schriftformate im Alltag – was wirklich zählt

Für den Alltag reicht es, die grundlegende Einordnung zu kennen: OTF und TTF für die Arbeit auf dem Desktop, WOFF2 für Websites. Die meisten Schriften werden ohnehin in mehreren Formaten ausgeliefert, sodass du nur dasjenige wählst, das zur jeweiligen Aufgabe passt.

Entscheidend ist also weniger das technische Detail, sondern die Zuordnung:

Welches Format bietet die Funktionen, die du gerade brauchst – und in welchem Umfeld soll die Schrift funktionieren?

Wenn diese Frage klar beantwortet ist, wird der Umgang mit Schriften deutlich einfacher.





FAQ


  • Was ist der Unterschied zwischen OTF und TTF?

OTF ist das modernere Format und unterstützt mehr typografische Funktionen wie Ligaturen oder alternative Zeichenformen. TTF ist technisch einfacher aufgebaut, dafür sehr breit kompatibel. Für die Gestaltung ist OTF in der Regel die bessere Wahl.


  • Warum gibt es separate Webfont-Formate?

Webfonts wie WOFF und WOFF2 sind komprimiert und dadurch viel kleiner als OTF oder TTF. Das verkürzt die Ladezeit einer Website deutlich. Typografisch verhalten sie sich gleich wie ihre ursprüngliche Schriftdatei.


  • Kann ich OTF oder TTF direkt als Webfont verwenden?

Technisch wäre das möglich, wird aber nicht empfohlen. OTF- und TTF-Dateien sind grösser und verlangsamen Websites. Für das Web solltest du immer WOFF2 verwenden – und WOFF als Fallback.


  • Was bringt WOFF2 konkret?

WOFF2 ist das effizienteste Webfont-Format. Es bietet die kleinsten Dateigrössen, die schnellsten Ladezeiten und wird von modernen Browsern optimal unterstützt. Wo verfügbar, sollte es immer eingesetzt werden.


  • Was ist ein Variable Font – und brauche ich das?

Variable Fonts sind Schriften, in denen mehrere Schriftschnitte in einer einzigen Datei stecken. Sie können Gewicht, Breite oder Neigung flexibel verändern. Für komplexe Websites oder dynamische Layouts sind sie sehr praktisch, im Alltag aber kein Muss. 





Fazit

Schriftformate wirken technisch, dienen aber einem einfachen Zweck: Sie sorgen dafür, dass eine Schrift dort funktioniert, wo sie gebraucht wird. OTF für Gestaltung, WOFF2 für das Web – mehr braucht es im Alltag kaum. Wer diese Grundregel kennt, kann Schriften sicher und effizient einsetzen.

Jede Schrift braucht das richtige Format. Wir helfen Ihnen dabei.

© 2025 by FunkyStudio | Léonie Renée Koller | 8636 Wald ZH | +41 77 401 60 36 | leonie@swisskoller.ch

bottom of page